Jahresausflug 2011

für Aktive und Verwaltungsrat des

Zu einer Fahrt ins Blau hatte wie gewohnt der Vorsitzende eingeladen und ziemlich erwartungsvoll waren 35 Mitglieder der Einladung gefolgt. Nachdem auch die letzten Teilnehmer zugestiegen waren, wurde dann das bisher von Alfred Hengstler sorgsam gehütete Geheimnis ums Reiseziel gelüftet: Das Domizil der Fürsten von Hohenzollern, Schloss Sigmaringen.

Nach einem „Gruppenbild mit Damen“ vor dem Denkmal des Fürsten Karl von Hohenzollern konnten die Teilnehmer noch etwas die  Umgebung des Schlosses erkunden, ehe dann die eigentliche Führung begann.

Im imposanten Schlosshof gab der junge, aber sehr engagierte Führer schon sehr ausführlich einen Überblick über die Geschichtet des Fürstenhauses Hohenzollern und die einzelnen Bauabschnitte des Schlosses, das nach einem furchtbaren Brand im

19. Jahrhundert fast gänzlich wieder neu erstellt werden musste.

Kunstschätze aus neun Jahrhunderten wurden in den zahlreichen Räumen und Gemächern präsentiert. Die prächtigen Residenz- und Prunksäle sind noch mit den original historischen Möbeln, Gobelins, und Gemälden sowie mit kostbaren Uhren, Miniaturen und Porzellan ausgestattet. Hier wird überaus authentisch das höfische Umfeld des Fürstenhauses gezeigt.

Eine bedeutende Kunstsammlung mit charakteristischen Werken schwäbischer Meister wird im Schlossmuseum präsentiert. Zahlreiche Werke aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Glas- und Schmiedekunst sind Zeitzeugen des religiös geprägten Lebens im 15. und 16. Jahrhundert.

Eine der größten Waffensammlungen Europas ist in der Waffenkammer zu bestaunen. Zahlreiche einmalige, kostbare und kuriose Waffen aus dem 14.–20. Jahrhundert hat Fürst Karl Anton zusammengetragen und damit den Grundstock zu dieser beeindruckenden Sammlung von über 3000 Exponaten gelegt. Etwas gruselig dann die Folterinstrumenten-sammlung und auch der Hinweis auf gängige Foltermethoden im Mittelalter.

Im Marstallmuseum – gegenüber dem Schloss gelegen – vermitteln zahlreiche teils sehr prunkvolle Jagd-, Reise- und Galawagen sowie auch Schlitten und Sänften einen interessanten Einblick in die höfische Reisekultur.

Das Schlossmuseum präsentiert in seiner Ausstellung „Kleider. Macht. Geschichte.“ hauptsächlich Exponate aus dem Privatbesitz der Fürsten von Hohenzollern. Prächtig gewandete Grafen, Fürsten und Fürstinnen begleiten die Besucher durch die Räume,

gezeigt werden aber auch der jeweils passende Schmuck und  Accessoires sowie Musikinstrumente, Waffen, Gemälde und Archivalien. Die beigefügten Briefe und Tagebücher gewähren facettenreiche Einblicke und zeugen von der wechselvollen Geschichte des Hauses Hohenzollern.

Einer der Glanzpunkte im Schloss ist sicher der Portugiesische Saal, an den Wänden mit einer Fülle kostbarer großformatiger Gobelins ausgestattet. Er ist mit seiner liebevoll angepassten Einrichtung wie geschaffen als ideales, stimmungsvolles Umfeld für anspruchsvolle Konzerte und kulturelle Veranstaltungen.

Die noch verbleibende Zeit bis zur Weiterfahrt wurde von einigen Teilnehmern gerne zum Besuch der neben dem Schloss gelegenen prachtvollen Barockkirche aus dem 18. Jahrhundert genutzt. Besonders beeindruckend die vom bekannten Altar-Baumeister Johann Michael Feichtmayr geschaffenen Altäre.

Ebenso sehenswert war das Heimatmuseum im wenige Gehminuten entfernten „Runden Turm“ mit einer beachtlichen Fülle von sehr interessanten Exponaten aus der Stadtgeschichte.

Nach all diesen beeindruckenden Erlebnissen wurde dann wie schon in den vergangenen Jahren zum Ausklang eines gelungenen, erlebnisreichen Tages das beliebte und für seine sehr gute Küche bekannte Gasthaus „Ritter“ in Nenzingen angesteuert.

Bei gewohnt ausgezeichnetem Essen und Getränken sowie einigen gemeinsam gesungenen fröhlichen Lieder verging die Zeit wie im Flug und es wurde nach einem bei allen Teilnehmern wieder sehr gut angekommenen Programm mit vielen schönen Erinnerungen wieder Zeit für die Heimfahrt.